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Gleisplan Module 1 und 2Es könnte so einfach sein, wenn man immer wüßte, was man wollte - und man immer nur eine Sache wollen würde.
Aber leider ist es nicht so einfach.
Wobei - das leider kann ich mir eigentlich sparen. Denn genau genommen kann sich durch dieses "nicht-wissen-was-man-will" auch eine Vielfalt ergeben, die Langeweile nicht aufkommen läßt. Denn wenn eine Sache gerade nicht interessant ist, ist es eben eine andere. Es gibt ja eine Auswahl.

 

Und so habe ich neben meinen bisherigen drei begonnenen Projekten - Diorama Faller Klosterhof / Diorama Kloster Bebenhausen / Mein kleines BW - nun ein viertes begonnen, eben das "Modul Holzverladung". Wobei es eigentlich "Module" heißen müßte, denn es besteht aus zwei einzelnen Teilen. Doch der Reihe nach.

Seit vielen Jahren geistert mir im Kopf herum, für meine Modellbahn eine Holzverladung zu bauen. Aber nie wurde etwas daraus, meist ist es am vorhandenen - genauer am nicht vorhandenen - Platz gescheitert. In der letzten Wohnung reichte es nur für einen Kopfbahnhof, in der jetzigen ist noch nicht entschieden, wie die stationäre Anlage aussehen wird. Drum habe ich ja auch verschiedene einzelne Projekte (s. o.) begonnen. Letztes Jahr kam im Modellbahnclub die Idee auf, man könne doch neben der Clubanlage auch jeder für sich zuhause einzelne Module bauen, die man bei gelegentlichen Treffen zu einem fahrbereiten Arrangement zusammen stellt. Damit das dann auch in einem größeren Rahmen funktioniert, wurden die Normen eines befreundeten Modellbahnclubs übernommen, so daß die Module mit jenen kombiniert werden können.

Vorgegeben sind also die Modulköpfe (Fremo), eine eingleisige Strecke, die Stromdurchführung, sowie Schotter und die Gestaltung an den Modulenden, damit sie dann alle zusammen passen. Frei sind das Thema und die Epoche. Beim Überlegen, was auf so einem Modul denn Platz finden könnte, war ich schnell bei der Feststellung, daß es doch eigentlich langweilig ist, wenn auf jedem Modul eine gerade Strecke zu sehen ist. Wenn ich also einen Bogenverlauf lege, gibt das auf einer Seite Platz. Bis zur Entscheidung, zwei zusammenhängende Module mit an beiden Enden einem Fremo-Kopf, in der Mitte jedoch einen glatten Übergang zu bauen, war es nicht mehr weit. Da läßt sich eine schöne geschwungene Strecke unterbringen. Als mir dann - natürlich rein zufällig - der alte MIBA-Report "Vom Wald ins Sägewerk" in die Hände fiel, war alles klar: die geschwungene Streckenführung ergibt genau den Platz, der für eine Holzverladung notwendig ist. Das Ganze also mit zwei Weichen versehen - und fertig war der Plan.

Nun, ganz so schnell ging es natürlich nicht, ich habe ein paar Versionen ausprobiert, bis sich der endgültige Gleisplan herausgeschält hat. Die Planung habe ich ganz konventionell erledigt: aus dem Katalog die Abbildungen für die Gleise kopiert, ausgeschnitten und damit maßstabsgerecht den Gleisplan entworfen. Zur Verwendung kommt das Piko A-Gleis (sowie einige noch vorhandene Roco-Flexgleise mit 2,5 mm Profilen), zum Einen, weil wir das untereinander so abgesprochen haben, zum Anderen, da ich viele ältere Fahrzeuge besitze, die 2,5 mm (Code 100) hohe Schienen erfordern. Versuche mit Roco-Line Gleis ergaben, daß die meisten dieser älteren Fahrzeuge "auf den Kleineisen" laufen.

Aber zuerst einmal müssen die Modulkästen gefertigt werden. Dazu später mehr.